Sechs coole Jungs machen sich Ende Mai auf, um am Gardasee Wettfahrt-Luft zu schnuppern. Sie werden sich an der Access Class European Championships in Gargnano messen. Auf das Abenteuer lassen sich Mahmut, Fabio, Dominik, Roman, Julian und Joshua ein. Für Sailability.ch ist es nach 2009 in Südfrankreich die zweite Gelegenheit, an einer Europameisterschaft für Access Dinghies teilzunehmen. Vereinsmitglied Roger Lieberherr erreichte damals den sehr guten 5. Platz; dicht gefolgt von Fabio Rosa auf dem 6. Platz. – Ein solch ehrgeiziges Unterfangen braucht natürlich die nötige Vorbereitung. An zwei März-Wochenenden fanden bereits erste Trainings statt. Das Sextett segelte am Swiss Sailing Juniorentraining in Kreuzlingen zusammen mit den Optis und Lasern Regatten, übten richtige Segelstellungen und frischten Theorie auf. Nun folgen ein Ostern-Trainingslager in Ipsach am Bielersee sowie die Mittwoch-Regattatrainings und ein Trainings-Wochenende anfangs Mai in Arbon.
Und was sagen die sechs Segler zur bevorstehenden Herausforderung? Warum haben sie sich zur EM-Teilnahme entschlossen? Was gefällt ihnen ganz allgemein am Segeln? „Willi hat mich gefragt, ob ich mitmachen wolle. Ich habe zugesagt, weil eine solche Chance nicht so schnell wiederkommt“, sagt Dominik. Seine ersten Segelerfahrungen machte er bevor es den Verein Sailability.ch gab. Er besuchte ein Plusport-Camp, das damals noch mit Optimisten angeboten wurde. „Am Segeln gefällt mir, dass man ohne Motor und nur mit dem Wind schnell unterwegs sein kann“, betont der Berufswahlschüler aus dem Aargau. Für ihn ist es die erste Teilnahme an einer Segel-Meisterschaft. Anders sieht es im Ski-Alpin-Sport aus. Erst kürzlich ist er an der SM in St. Moritz auf den 3. Platz geflitzt.
Roman, Joshua und Mahmut besuchen die CP-Schule in St. Gallen. Sie alle haben das Segeln in einem Sailability.ch-Ferienlager kennengelernt. „Es ist cool, wenn es Wind hat und das Boot abgeht“, beschreibt Roman, warum ihm das Segeln gefällt. Neben dem sportlichen Aspekt mache es aber auch ganz einfach Spass, mit den Seglerkollegen zusammen zu sein. Mahmut ist am liebsten als Steuermann an Bord. Auch ihm gefällt es erst so richtig auf dem Wasser, wenn ein kräftiges Lüftchen weht. Joshua formuliert es ganz ähnlich wie seine Schulkameraden. Mit seiner Teilnahme an der Meisterschaft wolle er sich nicht entgehen lassen, mit den anderen eine coole Unternehmung zu starten.
Julian und Fabio sind schon ein fast perfekt eingespieltes Team. Sie trainieren zusammen im Rollstuhlclub Thurgau, haben kürzlich an einem Unihockeyturnier in Basel teilgenommen und werden an der EM gemeinsam ein Boot segeln. Sein Ziel bei der Meisterschaft sei es, einen möglichst guten Platz zu erreichen, sagt Fabio. Er segelt seit vier Jahren bei Sailability.ch. Einige Wochen nach der EM steht für ihn eine wichtige Veränderung an. Er schliesst die Schulzeit ab und beginnt im Förderraum St. Gallen eine Lehre. „Es wäre unrealistisch, gleich bei der ersten Teilnahme auf einen Medaillenplatz zu hoffen“, betont Julian. Wettfahrt-Erfahrung gewinnen und an der nächsten Meisterschaft das Ziel höher stecken, lautet die Devise des Kantischülers. „Segeln ist ein genialer Sport. Es braucht von allem etwas: Köpfchen, Kraft und Teamwork“, bringt er seinen Spass am Regatta-Segeln auf den Punkt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen